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fridaDZS Einbauanleitung - Grundeinstellung

Die Grundeinstellung

Hinweise und wichtige Erklärungen

Der Rotor und der Sensor sind bereits auf eine Grundeinstellung justiert, mit welcher der Motor auf jeden Fall laufen wird. Die Fertigungstoleranzen bei diesen Motorentypen ist jedoch sehr groß. So kann beispielsweise das Nockenwellenzahnrad um ein paar Zehntel Grad auf der Nockenwelle verdreht sein, oder andere Abweichungen die sich dann insgesamt stark summieren.

Die Nachjustierung der Grundeinstellung ist keine Bedingung für die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Zündsystems! Sie dient vornehmlich zum Abgleich von tatsächlichen und in der Software angezeigten Werten, sowie für ein optimales Startverhalten.

Die Softwareeinstellung ist bereits grob passend für den Seitenventiler voreingestellt und sollte auf die eigenen Motoreigenschaften und Gemischeinstellungen angepasst werden . Die Softwareeinstellung basiert jedoch auf einem korrekten Wert der Grundeinstellung. Eine Abweichung der Grundeinstellung führt direkt zu einer Abweichung zwischen angezeigtem und direkt gemessenem Wert.

Dadurch, dass man die Kennlinie und Korrekturwerte selbst frei einstellen kann, ist es möglich Differenzen auszugleichen. Nur die Grundeinstellung selbst wirkt sich direkt auf das Startverhalten aus. Bis die Regeldrehzahl erreicht ist, wird das eingehende Signal 1:1 als Zündsignal umgesetzt.

Die eigene Grundeinstellung auf einen bestimmten Wert darf also auch von der hier beschriebenen Vorgabe abweichen, wenn der Motor dann besser anspringt (z.Bsp. 10° vor OT statt der hier vorgeschlagenen 5° vor OT).

Prinzipiell ist das hier die automatische Version des Zündverstellhebels den man beim Start des Motors ja auf “Spät” stellt. Wird die Grundeinstellung auf einen zu frühen Zündzeitpunkt justiert, passiert dasselbe beim Start, als wenn der Zündverstellhebel nicht ausreichend in Richtung “Spät” gezogen wurde. Erst wenn die eingestellte Mindestdrehzahl (Regelbeginn) erreicht ist, wird der Zündzeitpunkt anhand der Kennlinie berechnet und umgesetzt.

Ablauf und Einstellvarianten

Entferne für die Grundeinstellung zuerst das Kabel “Klemme 1” von der Zündspule und isoliere es damit kein Zündfunke entsteht!

Die exakte Grundeinstellung des Rotors/Sensors erfolgt mittels der an der Zündsteuerung angebrachten grünen LED “Signal”. Hiermit kann der exakte Wert von x Millimeter vor oberem Totpunkt des Kolbens (v.OT) ermittelt werden. Hierzu muss beim SV-Motor ein Zylinderdeckel demontiert werden, um mit einer Messuhr und/oder einem guten Messschieber die Werte abzunehmen. Bei OHV-Motoren reicht zumeist die Demontage der Zündkerze.

Bei der Grundeinstellung gibt es zwei Möglichkeiten:

Softwarekorrektur

Den ermittelten Wert kann man in die Software eintragen und damit softwareseitig ohne weitere mechanische Einstellung eine Abgleichung vornehmen. Damit stellt man sicher, dass die angezeigten Werte den tatsächlichen Werten entsprechen.

Genaue mechanische Einstellung

Die mechanische Einstellung stellt sicher, dass die Grundeinstellung nicht zu stark vom gewünschten Wert abweicht. Die Grundeinstellung erfolgt durch einstellen des Signals auf (Empfehlung):

0,15 +/- 0,05 mm v.OT (4,5° +/- 0,5° v.OT)

Das Justieren erfolgt mittels des exzentrisch angebrachten Sensors. (Die im Steuergerät gespeicherte Voreinstellung ist 0°.)

Die LED “Signal” am Zündsteuergerät wechselt immer die Anzeige ein/aus wenn ein Signal eintrifft. D.h. wenn ein Magnet über dem Hallsensor steht, wechselt sie z.Bsp. auf “ein” und beim nächsten Magneten (eine halbe Umdrehung weiter) wieder auf “aus”. An diesem Signal kann man erkennen bei welcher Position, genauer auf wieviel Millimeter vor/nach OT der Signalgeber eingestellt ist.

Die Grundeinstellung kann relativ einfach vorgenommen werden, indem man den Motor direkt auf den gewünschten Wert einstellt und erst dann den Sensor auf dem Sensorhalter verdreht bis die LED “Signal” ihren Zustand wechselt. Wichtig aufgrund technischer Gegebenheit ist, dass man den Sensor bei Draufsicht links herum dreht, bis die Signal-LED ihren Zustand wechselt . Der Sensor ist exzentrisch befestigt. Das untere Teil des Sensors bewegt sich also durch die Linksdrehung nach rechts wie ein Pendel. Wichtig ist das deshalb, weil der Hallsensor bereits ein Signal liefertbevor er sich mittig über dem Sensor befindet. Justiert man in die falsche Richtung, kommt das Signal später zu früh, da die Nockenwelle (und somit auch der Rotor und dessen Magnete) sich ebenfalls nach links, also auf den Sensor zu bewegen. Der Signalabnehmer steht also immer links vor dem Magneten.

Es ist zwingend notwendig, dass man bei einer Änderung der Grundeinstellung exakt arbeitet. Ein einfaches drehen des Motors mittels Kickstarter wird nicht genau genug sein. Wenn eine Bohrung im Motorgehäuse zur Schwungscheibe vorhanden ist, kann die feine Einstellung auf den geforderten Wert besser vorgenommen werden. Ein zehntel Millimeter Abweichung kann mehrere Grad Abweichung zur Folge haben. Die Kurbelwelle auch immer in Laufrichtung auf den geforderten Wert drehen, da sonst Fehler durch das innere Spiel der mechanischen Komponenten entstehen.

Die Grundeinstellung bitte nur ändern, wenn man die technischen Möglichkeiten und Werkzeuge (z.Bsp. Messuhr) dazu besitzt.

Die Grundeinstellung ist damit abgeschlossen

Das Zündsystem ist damit funktionsfähig eingebaut und bereit zur Softwareadaption.

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